Mantren 18 Kosmische Wesen bezeugen Wir brauchen

Angeloi:

Es denken die Menschenwesen!Wir brauchen das Licht der Höhen,Dass wir im Denken leuchten können.

Dynamis:

Empfanget das Licht der Höhen,Dass ihr im Denken leuchten könnt,Wenn Menschenwesen denken.

Archangeloi:

Es fühlen die Menschenwesen!Wir brauchen die Seelenwärme,Dass wir im Fühlen leben können.

Kyriotetes und Exusiai:

Empfanget die Seelenwärme,Dass ihr im Fühlen leben könnt,Wenn Menschenwesen fühlen.

Archai:

Es wollen die Menschenwesen!Wir brauchen die Tiefenkraft,Dass wir im Wollen wirken können.

Kyriotetes, Dynamis und Exusiai:

Empfanget die Tiefenkraft,Dass ihr im Wollen wirken könnt,Wenn Menschenwesen wollen.

Hinweis zu 18.1

Das Göttergespräch – Es denken die Menschenwesen

Belauschtes Göttergespräch: Angeloi, Archangeloi, Archai bekennen ihre Sorge (‹Es denken / fühlen / wollen die Menschenwesen!›); die zweite Hierarchie antwortet mit Licht der Höhen, Seelenwärme, Tiefenkraft.

Das grosse Mantram der Achtzehnten Stunde, das man nicht selbst spricht, sondern als Zeuge belauscht. Aus ihrer Sorge um die Führung der Menschenseelen lassen die Wesen der dritten Hierarchie je ein Sorgenwort ertönen und erbitten von der zweiten Hierarchie, was sie brauchen. Angeloi: ‹Es denken die Menschenwesen! Wir brauchen das Licht der Höhen …› – die Dynamis antworten ‹Empfanget das Licht der Höhen …›. Archangeloi: ‹Es fühlen die Menschenwesen! … Seelenwärme› – Kyriotetes und Exusiai antworten (zwei Chöre, mächtigere Stimme). Archai: ‹Es wollen die Menschenwesen! … Tiefenkraft› – Kyriotetes, Dynamis und Exusiai zugleich, drei Chöre in einem. Was die dritte Hierarchie empfängt, leuchtet, lebt und wirkt ungewusst im menschlichen Denken, Fühlen und Wollen. Das ist die Welt, bestehend in den heiligen Schöpferworten.

  • Die Achtzehnte Stunde führt zunächst die Wahrheit ‹Geist ist› ein: wo Geist ist, ist etwas; wo nicht, ist Nichts. Was wir drüben in der Sinneswelt als Mineralien, Pflanzen, Tiere benennen, sind nur Arten des Nichts – die grosse Illusion. Erst jenseits des Abgrundes, im Lichte, stehen die Wesen in ihrer Wahrheit.
  • Der Hüter spricht jetzt nicht mehr, er deutet stumm. Was unten Wolken, Berge, Quellen, Sterne waren, ist hier stumm; statt dessen wird man Zeuge, wie die Götter miteinander sprechen. Das Mantram ist deshalb kein Zwiegespräch mit dem Menschen, sondern ein belauschtes Göttergespräch – die dritte Hierarchie bittend, die zweite gewährend.
  • Der Bau ist exakt gestuft: Angeloi → Dynamis (eine Antwortstimme), Archangeloi → Kyriotetes und Exusiai (zwei Chöre, mächtigere Stimme), Archai → Kyriotetes, Dynamis und Exusiai zugleich (drei Chöre in einem). Die drei Gaben – Licht der Höhen für das Denken, Seelenwärme für das Fühlen, Tiefenkraft für das Wollen – wirken ungewusst im Menschen.
  • Steiner verbindet dies mit der Aufgabe der esoterischen Schulen: früher lebten die Menschen von Erinnerungen ans vorirdische Dasein, heute ist diese Erinnerung erloschen. Wer diese Worte in der Schule gehört hat, wird sie nach dem Tode wiedererkennen und verstehen; wer dumpf dagegen war, hört nur unverständliches Weltengeräusch – einen ‹Tod der Seele im Geisterland›, vor dem Evangelium und Paulus warnen. Die Stunde schliesst mit der Drei-Tafeln-Zusammenschau: Weltenwort, Hüter-Wort, Göttergespräch und Christus-Gegenwort.

Empfanget das Licht der Höhen, daß ihr im Denken leuchten könnt …

GA 270b, Achtzehnte Stunde (12.7.1924), S. 180
Achtzehnte Stunde · Dornach · 1924-07-12 · GA 270b, S. 179–187 Wiederholung in Stunde 183, 186, 190

Drei Sorgenworte (Angeloi/Archangeloi/Archai) mit je einer Antwort der zweiten Hierarchie: Dynamis; Kyriotetes+Exusiai; Kyriotetes+Dynamis+Exusiai im Chor.

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