Mantren Siebzehnte Stunde Dornach · 1924-07-05 · GA 270b, S. 155–173

Siebzehnte Stunde

Dornach · · GA 270b, S. 155–173

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Einleitung

Meine lieben Freunde! Wir beginnen auch heute mit jenem Spruch, der bei richtiger Erfassung der Welt dem Menschenherzen aus allem Seienden und Werdenden als die ständige Aufforderung zur
Selbsterkenntnis Der Ausgangspunkt der Klasse, gefaßt im Wort ‹O Mensch, erkenne dich selbst!› — kein Brüten ins Innere, sondern ‹ausführliches Gespräch mit Welt, Hüter und Hierarchien›.
mehr GA 270b, Zwölfte Stunde.
entgegentönt – das
Weltenwort Das schöpferische Wort, das aus dem Weltenall an den Menschen herantönt. Eröffnet jede Klassenstunde mit ‹O Mensch, erkenne dich selbst!›
mehr Anders als das Menschenwort, in dem Menschendenken spricht, spricht im Geistes-Weltenwort das Weltendenken. Die Seraphine sprechen es als Feuersprache, ‹flammende Stimme›. GA 270b, Sechzehnte Stunde.
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Das Weltenwort – ‹O Mensch, erkenne dich selbst!›

O Mensch, erkenne dich selbst!
So tönt das Weltenwort.
Du hörst es seelenkräftig,
Du fühlst es geistgewaltig.
Wer spricht so weltenmächtig?
Wer spricht so herzinniglich?
Wirkt es durch des Raumes Weitenstrahlung
In deines Sinnes Seinserleben?
Tönt es durch der Zeiten Wellenweben
In deines Lebens Werdestrom?
Bist du es selbst, der sich
Im Raumesfühlen, im Zeiterleben
Das Wort erschafft, dich fremd
Erfühlend in Raumes Seelenleere,
Weil du des Denkens Kraft
Verlierst im Zeitvernichtungsstrom.
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Rückblick – Feuer-Chor und Geheimgespräch

Noch einmal lassen wir durch die Seele ziehen, was die letzte Stunde zusammengefasst hat: den Weg zum
Abgrund Der Spalt zwischen Sinneswelt und Geisteswelt, an dem der Hüter steht. Über ihn kann nur das geistig-seelische Wesen schreiten.
mehr Mantram ‹Wo auf Erdengründen …›: ‹Vor ihm breiten sich die Sinnesfelder, / Hinter ihm, da gähnen Abgrundtiefen.›
des Seins, an dem
der Hüter Geistige Wesenheit, die am Übergang von der Sinneswelt in die geistige Welt steht. Sie stellt prüfende Fragen — die Mantren der Klasse sind oft Frage des Hüters und Antwort der Hierarchien.
mehr Der Hüter ist nicht Hindernis, sondern Mahnender. Er macht den Menschen darauf aufmerksam, daß er, will er die Schwelle übertreten, sein Denken, Fühlen und Wollen verwandeln muß. In den Mantren tritt er sprechend auf: ‹Der Hüter spricht …› — und es antworten Angeloi, Exusiai, Throne und so weiter. In späteren Stunden ‹spricht der Hüter aus der Ferne›, weil der Schüler an ihm vorbeigeschritten ist. GA 270b, Dreizehnte Stunde: ‹Der Hüter der Schwelle stellt die prüfend-mahnende Frage an uns. Die Hierarchien antworten.›
steht, die Lehren, die er dem Schwellenübersteiger gibt, und wie der jenseits Angekommene sich zunächst im Lichte fühlt. Das letzte Gespräch ging über das Wärmeelement, das alles durchdringt und sich jenseits des Abgrundes als moralisches Element erweist: darauf antworten im Chor
Angeloi ‹Engel› — die unterste, dem einzelnen Menschen verbundene Wesensordnung der dritten Hierarchie.
mehr Im Mantram zum Element Erde: ‹Angeloi: Empfinde, wie wir in deinem Denken empfinden.› Der Mensch spricht sein Ich durch das Haupt aus; durch dieses Glied wirken die Angeloi, im Hintergrund die dirigierenden Archangeloi. GA 270b, Zehnte Stunde.
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Exusiai ‹Gewalten› — unterste Stufe der zweiten Hierarchie. Sprechen an das Erkennen.
mehr ‹Erkenne Geistes-Welten-Schaffen im Menschen-Körper-Schaffen.›
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Throne Unterste Stufe der ersten Hierarchie. In den Wolken offenbaren sie ihr ‹Wesen›.
mehr Tafel-Notiz der Dreizehnten Stunde: ‹Wolken — Throne — Wesen›. Sie tragen den ‹Welten-Leib›, in dem das gedankendurchleuchtete Welten-Geisteswort ruht. Im Mantram: ‹Ergreife wissend Innen-Sein in deinem Gottes-Welten-Sein.› GA 270b, Dreizehnte Stunde.
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Archangeloi ‹Erzengel› — leiten Völker und Zeitalter. Sie sprechen im Mantram zum Element Erde an das Fühlen.
mehr ‹Archangeloi: Erlebe, wie wir in deinem Fühlen erleben.›
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Dynamis ‹Mächte› — mittlere Stufe der zweiten Hierarchie. Sprechen an das Fühlen.
mehr ‹Erfühle Geistes-Welten-Leben im Menschen-Körper-Leben.›
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Cherubine Mittlere Stufe der ersten Hierarchie. In den Blitzen zeigen sie nicht sich selbst, sondern ihre ‹Werkzeuge›.
mehr Tafel-Notiz: ‹Blitze — Cherubine — Werkzeuge›. — ‹Erwarme am Innen-Leben in deinem Gottes-Welten-Leben.›
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Archai ‹Urkräfte› — höchste Stufe der dritten Hierarchie. Im Mantram an das Wollen gerichtet.
mehr ‹Archai: Schaue, wie wir in deinem Wollen schauen.› Im dritten Stadium nach dem Tode arbeiten Archai, Kyriotetes und Seraphine an der Ausarbeitung des Karma: ‹Erbitte dir in ew'gen Wesentaten die Geisterlösermächte.› GA 270b, Vierzehnte Stunde.
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Kyriotetes ‹Herrschaften› — höchste Stufe der zweiten Hierarchie. Sprechen an das Wollen.
mehr ‹Wolle Geistes-Welt-Geschehen im Menschen-Körper-Sein.›
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Seraphine Höchste Stufe der ersten Hierarchie. Sie verbergen sich tief in der Weltenhitze und offenbaren sich nur als ‹Schein›.
mehr Tafel-Notiz: ‹Weltenhitze — Seraphine — Schein›. — ‹Erweck' in dir Innen-Licht in deinem Gottes-Welten-Licht.› Die Seraphine sprechen die Feuersprache des Weltenwortes — ‹flammende Stimme›. GA 270b, Sechzehnte Stunde.
; dann stellt der Hüter dem Ich drei tief eingehende Fragen, die das Ich bescheiden beantwortet (das Geheimgespräch ‹Hat verstanden dein Geist?›).
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Wiederholung – Feuer-Mantram (vgl. Sechzehnte Stunde)

Was wird aus des Feuers Reinigung, die dir das Ich entflammte?
Erwecke dir in Weltenätherweiten die Lebensflammenschrift.
Erschaffe dir in Zeitenwellenkreisen die Seelensühnekräfte.
Erbitte dir in ew'gen Wesentaten die Geisterlösermächte.
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Wiederholung – Das Geheimgespräch (vgl. Sechzehnte Stunde)

Hat verstanden dein Geist?
Der Weltengeist in mir
Er hielt den Atem an
Und seine Gegenwart
Mög' erleuchten mein Ich.
Hat begriffen deine Seele?
Die Weltenseelen in mir
Sie lebten im Sternenrat
Und ihre Harmonien
Mögen klingend schaffen mein Ich.
Hat erlebt dein Leib?
Die Weltenkräfte in mir
Sie richten Menschentaten
Und ihre Wahrspruchworte
Mögen lenken mir das Ich.
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Der Regenbogen – durch den Bogen zur Weltenschale

Aus dem nur gefühlten, webenden Licht wird allmählich Licht, das das Geistesauge schaut – aber nur, indem der Mensch ein neues Mahnwort des Hüters vernimmt. Dieses weist auf eine mächtige Weltenimagination: den Regenbogen. Wenn sich der majestätische Regenbogen im Himmelsraum erlichtet, kann man empfinden, wie durch des Regenbogens Farbenschein die Geister von jenseits des physischen Sinnenscheins hereinleuchten. An diesen Eindruck erinnert der Hüter und weist an: mit der Kraft, mit der man sonst aus den Augen schaut, durch den
Bogen Schwingende Verbindungslinien, die Steiner zwischen Mantren-Zeilen an die Tafel zeichnete. Sie machen sichtbar, welche Zeilen aufeinander antworten.
mehr Beispiel: An den Bogen, der die Zeilen 1 und 5 verbindet, wird ‹Der Erde Finsternis verlöschet mich› als dritte Stimme dazugeschrieben. Die Bögen sind also nicht Ornament, sondern Strukturanweisung — sie zeigen, daß ein Mantram dreischichtig zu lesen ist, nicht linear von oben nach unten. GA 270b, Zwölfte Stunde.
hindurchzudringen und von einer jenseitigen Warte zurückzuschauen. Dann wird der Regenbogen zur mächtigen, halbhimmelgrossen Weltenschale, in der die Farben flutend durcheinanderweben.
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Das Regenbogen-Mantram – ‹Sieh' des Äther-Farbenbogens› (aufsteigender Hierarchien-Chor)

Der Hüter:
Sieh' des Äther-Farbenbogens
Lichtgewalt'ges Rund,
Lass' durch deiner Augen
Lichterschaffene Kraft
Dein Ich den Kreis durchdringen,
Und dann schau von jenseit'ger Warte
Farbenflutend die Weltenschale.
Angeloi, Archangeloi, Archai Die dem Menschen nächsten Geister: Angeloi, Archangeloi, Archai. Sie antworten auf die Frage nach der ‹Erde Festigkeit›.
mehr Sie führen vom bloßen Empfinden zum Bewußtwerden. ‹Angeloi: Empfinde, wie wir in deinem Denken empfinden. Archangeloi: Erlebe, wie wir in deinem Fühlen erleben. Archai: Schaue, wie wir in deinem Wollen schauen.›
:
Empfind' unsrer Gedanken
Farbenatmend Leben
In der Schale Lichtesfluten;
Wir tragen Sinnenschein
In Geistes-Wesensreiche
Und wenden weltdurchdrungen
Uns höhern Geistern dienend zu.
Exusiai, Dynamis, Kyriotetes Exusiai, Dynamis, Kyriotetes. Sie antworten auf die Frage nach des ‹Wassers Bildekraft›.
mehr Sie sind tätig in dem, ‹was uns eigentlich unsere innere Gestaltung gibt›. — ‹Exusiai: Erkenne Geistes-Welten-Schaffen im Menschen-Körper-Schaffen. Dynamis: Erfühle Geistes-Welten-Leben im Menschen-Körper-Leben. Kyriotetes: Wolle Geistes-Welt-Geschehen im Menschen-Körper-Sein.›
:
Euer Empfangenes
Aus totem Sinnenschein Belebtes:
Wir wecken es im Sein;
Wir schenken es den Strahlen,
Die des Stoffes Nichtigkeit
In des Geistes Wesenheit
Liebewebend offenbaren.
Throne, Cherubine, Seraphine Die höchste Hierarchie, der Erde am fernsten: Throne, Cherubine, Seraphine. Sie antworten auf die Frage nach der ‹Lüfte Reizgewalt›.
mehr Sie führen ‹vom bloßen Bewußtwerden zum Selbstbewußtwerden›. In ihrem Bereich erlebt der Mensch das wahre ‹Ich bin›: ‹Wir müssen erst hineinkommen in das Reich der Seraphine, Cherubine und Throne. Dort erst klingt das ‹Ich bin› wahr.›
:
In deinen Willenswelten
Fühl' unser Weltenwirken;
Geist erglänzt im Stoffe,
Wenn wir denkend schaffen;
Geist erschafft im Stoffe,
Wenn wir wollend leben;
Welt ist Ich-wollend Geistes-Wort.
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Die Weltenschale – das Opfer der Hierarchien, ‹Welt ist Ich-wollend Geistes-Wort›

Wirkt das Bild tief ins Ich, erscheinen in den Farbenfluten die Wesenheiten der dritten Hierarchie und atmen die Farben in ihr eigenes Wesen. Alle Gedanken, die von Menschen ausgehen, werden durch die Brücke des Regenbogens gesammelt und ins Geisterreich geleitet, wo sie von Angeloi, Archangeloi, Archai veratmet werden – aus toten Erdengedanken werden lebendige. Wie in einem gewaltigen Opfer tragen sie diese vor die zweite Hierarchie (Exusiai, Dynamis, Kyriotetes), die sie im Sein auferweckt und den Sternen- und Sonnenstrahlen anvertraut – als schaffende Liebe, die durch den Kosmos flutet. Das übernehmen die Wesenheiten der ersten Hierarchie (Throne, Cherubine, Seraphine) und machen daraus die Elemente neuer Welten.
Zuerst lassen Angeloi/Archangeloi/Archai ihre Stimme ertönen; dann wird man Zeuge eines Himmelsgesprächs zwischen zweiter und dritter Hierarchie; dann mischen sich Throne/Cherubine/Seraphine ein. Ein ganzer Chor der Geistessphären tönt – und zuletzt ist dieses Zusammentönen wiederum an den Menschen gerichtet: ‹Welt ist Ich-wollend Geistes-Wort.› Damit wird es hell in der geistigen Welt; das milde Licht wandelt sich in Geisteshelle.
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Der Hüter drückt die Geistaugen zu – das aufsteigende Wort

Dann ist es, als ob der Hüter den Menschen sanft mit seinen Geistesorganen berührte – als ob er ihm die Geistaugen zudrückte, so dass man für einen Augenblick nichts schaut, obwohl man eben noch im hellen Geistesraume war. Da steigt aus dem Innern das Christus-Gegenwort auf. Steiner betont ausdrücklich, dass dieses Wort heute noch nicht zu den
Mantren Verdichtete Sprüche, die in den Klassenstunden gesprochen und an die Tafel geschrieben wurden. Sie sind keine Lehrsätze, sondern Meditationssubstanz.
mehr Steiner war es ausdrücklich nicht um das Gedächtnis zu tun: ‹Ich bin es zufrieden, wenn du gar nicht in dein Gedächtnis aufnimmst dasjenige, was ich zu dir spreche.› Die Mantren wirken durch wiederholtes inneres Erleben, nicht durch Lernen. Daher die Bedeutung der Stimmung — ‹Ernstes, Feierliches, Weihevolles›. GA 270a, Vierte Stunde.
gerechnet werden soll: es wird an den Schluss der Stunde gestellt und für das nächste Mal aufgeschoben. (Es ist dasselbe Wort, das in der Dreizehnten Stunde als Christus-Gegenwort zum Hüter-Wort gegeben wurde.)
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Das Christus-Gegenwort – ‹Ich trat in diese Sinnes-Welt› (noch nicht als Mantram gerechnet; vgl. Dreizehnte Stunde)

Ich trat in diese Sinnes-Welt,
Des Denkens Erbe mit mir führend,
Eines Gottes Kraft hat mich hereingeführt.
Der Tod, er steht an des Weges Ende.
Ich will des Christus Wesen fühlen.
Es weckt in Stoffes-Sterben Geist-Geburt.
Im Geiste find' ich so die Welt
Und erkenne mich im Weltenwerden.
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Verwaltungs-Verkündung – Klassengesuche

Zum Schluss eine Verwaltungs-Verkündung: Künftig wird kein Klassengesuch mehr berücksichtigt, das nicht direkt an Frau Dr. Wegman oder an Rudolf Steiner gerichtet ist. Ferner gilt: Briefe mit dem Satz, eine Nichtantwort werde als Bejahung betrachtet, gelten künftig von vornherein als verneint beantwortet und werden nicht mehr beantwortet.
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Tafeltexte der Siebzehnten Stunde

Eigener Quellabschnitt der Gesamtausgabe: die vier Strophen des Regenbogen-Mantrams pur, ohne Begleittext, als zusammenhängende Tafelseite. Reihenfolge: Hüter – Angeloi/Archangeloi/Archai – Exusiai/Dynamis/Kyriotetes – Throne/Cherubine/Seraphine.
Der Hüter: Sieh' des Äther-Farbenbogens Lichtgewalt'ges Rund, Lass' durch deiner Augen Lichterschaffene Kraft Dein Ich den Kreis durchdringen, Und dann schau von jenseit'ger Warte Farbenflutend die Weltenschale.
Angeloi, Archangeloi, Archai: Empfind' unsrer Gedanken Farbenatmend Leben In der Schale Lichtesfluten; Wir tragen Sinnenschein In Geistes-Wesensreiche Und wenden weltdurchdrungen Uns höhern Geistern dienend zu.
Exusiai, Dynamis, Kyriotetes: Euer Empfangenes Aus totem Sinnenschein Belebtes: Wir wecken es im Sein; Wir schenken es den Strahlen, Die des Stoffes Nichtigkeit In des Geistes Wesenheit Liebewebend offenbaren.
Throne, Cherubine, Seraphine: In deinen Willenswelten Fühl' unser Weltenwirken; Geist erglänzt im Stoffe, Wenn wir denkend schaffen; Geist erschafft im Stoffe, Wenn wir wollend leben; Welt ist Ich-wollend Geistes-Wort.
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Wandtafelzeichnung zur Siebzehnten Stunde

Die bildliche Darstellung des Regenbogens, der zur Weltenschale wird: von der jenseitigen Warte zurückgeschaut wird aus dem flächigen Bogen die halbhimmelgrosse, farbenflutende Schale, in der die
Hierarchien Neun geistige Wesensordnungen, in drei Gruppen zu je drei. In den Mantren antworten sie auf die Fragen des Hüters.
mehr Erste Hierarchie (höchste, der Erde am fernsten): Throne, Cherubine, Seraphine. Zweite: Kyriotetes, Dynamis, Exusiai. Dritte (dem Menschen nächste): Archai, Archangeloi, Angeloi. Im Mantram zum Wärmeelement antworten sie chormäßig in Quer-Verbindungen — Angeloi-Exusiai-Throne als ein Chor. GA 270b, Dreizehnte Stunde.
die Farben atmen. Unmittelbare Lese- und Meditationshilfe zum vierstrophigen Mantram dieser Stunde.
Wandtafel Rudolf Steiners vom 5. Juli 1924 (hochformat): oben eine kleinere Wolkengebilde-Skizze mit der Beschriftung ‹Warte› und einem Richtungspfeil (durch den Bogen hindurch, von jenseitiger Warte zurückschauen); darunter der grosse, breit gemalte Regenbogen in Violett, Blau, Grün, Gelb, Rot, der sich zur halbhimmelgrossen, farbenflutenden Weltenschale wandelt; unten weisse und rote Richtungspfeile.
GA 270i, Wandtafelzeichnungen, Tafel zur Siebzehnten Stunde (5.7.1924)

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