Mantren 15.1 Zusammenleben mit Hierarchien Was wird

Der Hüter fragt weiter:

Was wird aus der Erde Festigkeit,die dich stützte?

Aus der dritten Hierarchie antworten

Angeloi:

Empfinde,wie wir in deinem Denken empfinden.

Archangeloi:

Erlebe,wie wir in deinem Fühlen erleben.

Archai:

Schaue,wie wir in deinem Wollen schauen.

Hinweis zu 15.1

Hierarchien-Mantram – Was wird aus der Erde Festigkeit

Der Hüter fragt: Was wird aus Erde, Wasser, Luft? Es antworten die drei Hierarchien – die dritte im Denken/Fühlen/Wollen, die zweite im Schaffen/Leben/Sein, die erste im Innen-Sein/Leben/Licht.

Das Hierarchien-Mantram der Fünfzehnten Stunde – das Gegenstück zum Schwellengespräch der Vierzehnten: dort antworten Christus, Luzifer, Ahriman, hier die Hierarchien. Der Hüter fragt jetzt ‹Was wird aus …?› (nicht mehr ‹Wo ist …?›). Erde – dritte Hierarchie: die Angeloi empfinden in unserem Denken, die Archangeloi erleben in unserem Fühlen, die Archai schauen in unserem Wollen (ohne sie zerstöbe der Mensch in Formlosigkeit). Wasser – zweite Hierarchie: Exusiai (Schaffen), Dynamis (Leben), Kyriotetes (Geschehen/Sein). Luft – erste Hierarchie: Throne (Innen-Sein), Cherubine (Innen-Leben), Seraphine (‹Erweck' in dir Innen-Licht in deinem Gottes-Welten-Licht›). Das Feuer folgt in der 16. Stunde.

  • Die Fünfzehnte Stunde wiederholt zunächst das Schwellengespräch der Vierzehnten (Hüter-Fragen, Christus/Luzifer/Ahriman-Antworten) und gibt dann sein Gegenstück: dieselbe Element-Reihe, aber jetzt antworten die Hierarchien. Vorbereitung ist, gegenüber den höheren Hierarchien so fühlen zu lernen wie hier gegenüber den drei Naturreichen, denen wir mit dem ätherisch-physischen Wesen angehören.
  • Die dritte Hierarchie ersetzt das Erden-Element: die Stützekraft der Erde ist fort, aber die Angeloi empfinden in unserem Denken, die Archangeloi erleben in unserem Fühlen, die Archai schauen in unserem Wollen. Steiner betont die exakte Wortwahl: bei der zweiten Hierarchie steht dem ‹Welt-Geschehen› ein ‹Körper-Sein› gegenüber, weil wir das Geschehen innerhalb unserer Haut als abgeschlossenes Sein fühlen.
  • Der Höhepunkt ist das Flammenwort der Seraphine: ‹Erweck' in dir Innen-Licht in deinem Gottes-Welten-Licht.› Erst wenn es aus den feurigen, blitzgewaltigen Seraphinen ertönt, verspürt man, wie aus der eigenen Seele die Zündekraft des Selbstes erweckt werden muss – Licht in den zunächst nachtbedeckten geistigen Landen. Der Aufstieg geht von der dritten über die zweite zur ersten Hierarchie, wo man eine Stütze des Geistes wiederfindet, die oben und nicht unten ist. Das Mantram ist vorne und hinten vom Weltenwort gerahmt.

Erweck' in dir Innen-Licht in deinem Gottes-Welten-Licht.

GA 270b, Fünfzehnte Stunde (21.6.1924), S. 129
Fünfzehnte Stunde · Dornach · 1924-06-21 · GA 270b, S. 125–131 Wiederholung in Stunde —

Gegenstück zum Schwellengespräch der 14. Stunde: dort Christus/Luzifer/Ahriman, hier die Antwort der Hierarchien. Das Feuer folgt in der 16. Stunde.

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